...sind
die durch das Dorf ziehenden großen Schafherden mit Schäfer und den
beiden treuen Hütehunden. Jahrzehnte, sogar Jahrhunderte hindurch gab es
auf dem Gut neben der Feldwirtschaft auch eine ausgeprägte Tierhaltung.
Auf dem Stiftungsgut war eine traditionsreiche Schafhaltung
vorzufinden, für die ein großer separater Hofkomplex alle erforderlichen
Gebäude für Vorräte, Stallungen und die Unterbringung des Schäfers bot.
Am
bekanntesten ist die verbürgte Existenz eines Schäferhauses, welches
bereits auf einer Hofzeichnung von 1730 auszumachen ist. Die Geschichte
dieses Gebäudes reicht aber wesentlich weiter zurück, da in einem
solchen Vorgängerbau einstmals ein "Mönch gewohnet", der sich um die
seelsorgerischen Belange der Hakenstedter im Auftrag des Klosters
Mariental zu kümmern hatte. Erst danach zog ein Schäfer in das vom
Zisterzienser bewohnte Haus.
Das heute noch als Schäferhaus "Schaperhus" bekannte Gebäude an der Alten Dorfstraße, erbaut 1790, ist nachweislich das dritte dokumentierte Schäferhaus. Der Bereich, dort wo das Schäferhaus heute steht, erstreckte sich einst bis hin zur Nachthaube, mit dem Areal des leerstehenden Verwalterhauses, auf dem bereits ein Vorgängerbau des Schäferhauses stand.
Der konkrete Ursprung, der zur ersten Schafherde auf dem Gut führte, ist kaum noch zu fassen. Jedoch sind allein seit 1642 bis 1835 für das Stiftungsgut immerhin fast 20 Schafmeister namentlich nachweisbar, neben den letzten ihres Standes, die auf dem Gut bis zur letzten Herde aktiv waren.
Die Pfennigsucher kamen als nützliche Resteverwerter auf dem guten Bördeboden Einsatz, der Stalldung bildete zudem eine hervorragende Grundlage für das gedeihliche Wachsen und Werden auf dem Feld – in den Zeiten ohne Chemie. Als Weide standen immerhin über 500 Hektar Acker- und Wiesenland des Gutes zur Verfügung. Sehr weite Wege - jeweils bis 4 Kilometer für eine Strecke – waren tagein tagaus von den Herden bis zum entlegenen Tundersleber Feld zurückzulegen. Aus diesem Grund existierte dort ein massives Stallgebäude, in dem die Tiere für eine längere Zeit unterkommen konnten. Dies war besonders in Seuchenzeiten erforderlich, wenn ein Herdentrieb durch den Ort strikt verboten war. Der Zahn der Zeit und die ständige Materialknappheit in der DDR bescherten auch diesem Gebäude ein jähes aus.
Den letzten echten Einsatz erlebte dieser Stall direkt nach dem großen Schafstallbrand 1969, bei dem das gesamte Stallgebäude auf dem Gutshof den Flammen zum Opfer fiel. Über 800 Tiere konnten während des Brandes aus dem Stall gerettet werden. Bis auf ein krankes Tier waren weiter keine Verluste zu beklagen. Der Wiederaufbau schleppte sich – Baumaterial war teilweise knapper als Südfrüchte – über Jahre hin. Erst Mitte der 1970er Jahre zog wieder neues Leben in den Alt-Neubau ein. Ein separates Futterhaus mit einem komfortablen Aufenthaltsraum stand nun den Beschäftigten zur Verfügung. Hinzu kamen wesentliche Erleichterungen durch den Einsatz der modernen Transporttechnik. Die schwere körperliche Arbeit, die mit der Futterversorgung der Tiere, besonders im Winter verbunden war, hatte ihr Ende gefunden.
Mit der politischen Wende 1989 kam auch für die Landwirtschaft eine gravierende Umstellung. Die Braunschweigstiftung hat nach der Rückübertragung des Gutes 1992 den bis 1945 gültigen Pachtstatus aktiviert, und das Stiftungsgut erneut verpachtet.
Es erfolgte eine grundlegende Sanierung des gesamten Hofkomplexes und eine Modernisierung der wirtschaftlichen Orientierung des Hofes. Reine Feldwirtschaft nach neuestem ökonomischen und technischen Standards zeichnet nun die Hofwirtschaft aus, die ganz ohne Tierhaltung auskommt.
Die lange Tradition der Tierhaltung insbesondere der Schafzucht, hat ihr Ende gefunden.
Das heute noch als Schäferhaus "Schaperhus" bekannte Gebäude an der Alten Dorfstraße, erbaut 1790, ist nachweislich das dritte dokumentierte Schäferhaus. Der Bereich, dort wo das Schäferhaus heute steht, erstreckte sich einst bis hin zur Nachthaube, mit dem Areal des leerstehenden Verwalterhauses, auf dem bereits ein Vorgängerbau des Schäferhauses stand.
Der konkrete Ursprung, der zur ersten Schafherde auf dem Gut führte, ist kaum noch zu fassen. Jedoch sind allein seit 1642 bis 1835 für das Stiftungsgut immerhin fast 20 Schafmeister namentlich nachweisbar, neben den letzten ihres Standes, die auf dem Gut bis zur letzten Herde aktiv waren.
Die Pfennigsucher kamen als nützliche Resteverwerter auf dem guten Bördeboden Einsatz, der Stalldung bildete zudem eine hervorragende Grundlage für das gedeihliche Wachsen und Werden auf dem Feld – in den Zeiten ohne Chemie. Als Weide standen immerhin über 500 Hektar Acker- und Wiesenland des Gutes zur Verfügung. Sehr weite Wege - jeweils bis 4 Kilometer für eine Strecke – waren tagein tagaus von den Herden bis zum entlegenen Tundersleber Feld zurückzulegen. Aus diesem Grund existierte dort ein massives Stallgebäude, in dem die Tiere für eine längere Zeit unterkommen konnten. Dies war besonders in Seuchenzeiten erforderlich, wenn ein Herdentrieb durch den Ort strikt verboten war. Der Zahn der Zeit und die ständige Materialknappheit in der DDR bescherten auch diesem Gebäude ein jähes aus.
Den letzten echten Einsatz erlebte dieser Stall direkt nach dem großen Schafstallbrand 1969, bei dem das gesamte Stallgebäude auf dem Gutshof den Flammen zum Opfer fiel. Über 800 Tiere konnten während des Brandes aus dem Stall gerettet werden. Bis auf ein krankes Tier waren weiter keine Verluste zu beklagen. Der Wiederaufbau schleppte sich – Baumaterial war teilweise knapper als Südfrüchte – über Jahre hin. Erst Mitte der 1970er Jahre zog wieder neues Leben in den Alt-Neubau ein. Ein separates Futterhaus mit einem komfortablen Aufenthaltsraum stand nun den Beschäftigten zur Verfügung. Hinzu kamen wesentliche Erleichterungen durch den Einsatz der modernen Transporttechnik. Die schwere körperliche Arbeit, die mit der Futterversorgung der Tiere, besonders im Winter verbunden war, hatte ihr Ende gefunden.
Mit der politischen Wende 1989 kam auch für die Landwirtschaft eine gravierende Umstellung. Die Braunschweigstiftung hat nach der Rückübertragung des Gutes 1992 den bis 1945 gültigen Pachtstatus aktiviert, und das Stiftungsgut erneut verpachtet.
Es erfolgte eine grundlegende Sanierung des gesamten Hofkomplexes und eine Modernisierung der wirtschaftlichen Orientierung des Hofes. Reine Feldwirtschaft nach neuestem ökonomischen und technischen Standards zeichnet nun die Hofwirtschaft aus, die ganz ohne Tierhaltung auskommt.
Die lange Tradition der Tierhaltung insbesondere der Schafzucht, hat ihr Ende gefunden.